Sind Früchte schädlich für die Zähne?
- Jabre Burns
- vor 4 Tagen
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Aktualisiert: vor 16 Stunden
Wer kennt nicht die Aussage: “Iss nicht so viel Obst - zu viel Zucker ist nicht gut für die Zähne.” Tatsächlich wird uns das in Österreich als Kind schon beigebracht.
Was sind die wichtigsten Faktoren in Bezug auf Zahnkaries?

Ursprüngliches Baumaterial der Zähne
Die Qualität der Zähne hängt stark von den verfügbaren Baumaterialien während der Zahnbildung ab. Die natürliche Säuglingsnahrung, die Muttermilch, bietet hochwertiges Baumaterial für die Zähne, wie z.B. bioverfügbares Calcium in verschiedenen Formen (Calcium-Ionen (Ca²⁺), Calciumcitrat Ca₃(C₆H₅O₇)₂) . Industriell hergestellte Milchpulver werden mit verschiedenen Calciumformen angereichert, die häufig synthetisch herstellt werden und in ihrer Bioverfügbarkeit* den natürlichen Calciumformen unterlegen sind, wie z.B. Calciumcarbonat (CaCO₃).
Dasselbe Prinzip gilt auch für das Wachstum der 2. Zähne. Eine natürliche Ernährung mit qualitativ hochwertigen und bioverfügbaren Mineralien legt den Grundstein für robuste Zähne. Mit natürlicher Ernährung sind Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Nüsse und Samen gemeint.
Früchte und Fruchtsäfte liefern dem Körper Mineralien in verfügbarer natürlicher Form. Der Mineraliengehalt und die Zusammensetzung variiert je nach Frucht. Orangen liefern beispielsweise eine gut verfügbare natürliche Form von Calcium = Calciumcitrat.
pH / Milieu im Mundraum / Speichelfluss und -zusammensetzung
Im Mundraum stehen der pH-Wert, das bakterielle Milieu und die Qualität des Speichels in engem Zusammenhang. Der pH Wert ist ein Maß für das Verhältnis von Wasserstoffionen (H+) in einer wässrigen Lösung (in mol/l oder mol/kg).
Der pH Wert im Mundraum und im restlichen Verdauungstrakt beeinflusst welche Bakterien vorhanden sind und somit auch die Gesundheit der Zähne. Bestimmte Bakterien, wie Streptococcus mutans, können Zucker (Mehrfachzucker in Kohlenhydrate sowie und Einfachzucker in Früchte) zu Säuren verstoffwechseln. Dadurch sinkt der pH-Wert im Zahnbelag. Wird dieser Zustand häufig oder über längere Zeit aufrechterhalten, können Mineralien wie Calcium und Phosphat aus dem Zahnschmelz herausgelöst werden. Dieser Vorgang wird als Demineralisierung bezeichnet.

Ein ausgewogener Speichel enthält basische Stoffe wie Hydrogencarbonat (HCO₃⁻) die Säuren neutralisieren können. Außerdem enthält Speichel Calcium-Ionen (Ca²⁺) und Phosphat-Ionen (PO₄³⁻), die der Remineralisierung der Zähne dienen (Reparatur von Zahnschmelz). Ein wieder ansteigenden pH-Wert fördert die Remineralisierung.
Stress beeinflusst das Milieu im Mund entscheidend. Durch eine Über-Aktivierung des sympathischen Nervenanteils kann die Speichelproduktion zurückgehen.
Zeitpunkt des Zähneputzens
Das Zähneputzen mit der Zahnbürste, wenn Säuren im Mundraum noch nicht neutralisiert wurden, wirkt scheuernd auf den erweichten Zahnschmelz und führt zu einem Abtrag. Der Neutralisierungsprozess im Mund kann z.B. von 30 bis zu 60 Minuten dauern.

Der Zahnschmelz hat Poren, die sich während der Nahrungsaufnahme öffnen, um Stoffe (z. B. Mineralien) direkt aus dem Nahrungsbrei aufzunehmen. In diesem Zustand sind die Zähne empfindlicher gegenüber mechanischer Belastung und daher ist das Zähneputzen ungünstig.
Im Nervensystem gespeicherte Traumata
Ein durch chronischen Stress und Traumata -belastetes Nervensystem führt zu einem eher sauren Milieu im Körper, sowie auch im Mundraum.**
Eigene Erfahrungen
Ich wurde 3 Jahre gestillt von einer Mutter, die Wert auf eine natürliche Ernährung gelegt hat. Dadurch sind meine Zähne hochwertig und robust. Doch hatte ich in jungen Jahren häufig Karies – ausschließlich an den Kauzähnen – aufgrund meines damaligen inneren Stresses.
Der Zahnschmelz meiner Zähne ist nach wie vor intakt, obwohl ich die letzten 4,5 Jahre fast täglich Fruchtsaft getrunken habe.
Meine Erfahrungen zeigen, dass die traumatisierten Anteile und Bewältiger (siehe „Zurück zu Mir“-Seins-Ebenen) einen Einfluss auf den pH-Wert des Speichels haben. Meine Erfahrungen mit pH-Messungen zeigen auch, dass die Zusammensetzung des Speichels je nach Zustand meines Nervensystems sich ändert. Er kann sich auch plötzlich von sauer auf basisch ändern oder umgekehrt.
Fazit
Zusammenfassend hängt die Zahn- und Mundgesundheit von folgenden Faktoren ab: der Qualität des Baumaterials, das der Körper bei der Entstehung der Zähne zur Verfügung hat, dem bakterielle Milieu im Mund, der Speichelzusammensetzung, von dem Zeitpunkt des Zähneputzens und der eigene Stressresilienz.
Das „Zurück zu Mir“-Programm bietet effektive Werkzeuge, um Bewältigungsstrukturen und traumatisierte Anteile zu erkennen und sie so zu transformieren, dass eine ganzheitliche Gesundung möglich ist. „Zurück zu Mir“-Ernährung vermittelt dazu erfahrungsbasiertes Wissen im Bereich der Nahrungsaufnahme (u.a. Anwendung von Fruchtsäfte).
*Bioverfügbarkeit: das Maß dafür, welcher prozentuale Anteil eines Wirkstoffs in den Blutkreislauf gelangt und somit dem Körper zur Verfügung steht
**siehe die Neue Deutsche Medizin von Dr. Hamer
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